Spezialeffekte auf Leinwänden drucken

Mit einem UV-Drucker von Roland DG können Sie neben Standard-Drucken auch Spezialeffekte kreieren. So ist es möglich, matten oder glänzenden Lack, Prägungen und sogar Reliefs zu drucken. Das macht Ihre Leinwand sehr luxuriös und auffallend.

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Vorgehensweise und Tipps

1. Das richtige Material wählen

Es gibt ein großes Angebot an Leinwänden auf dem Markt. Sie sind nicht alle gleichermaßen geeignet, um professionelle Ergebnisse zu erzielen. Mit Roland Artist Canvas treffen Sie die richtige Wahl: Roland Artist Canvas ist eine PVC-freie, blütenweiße Leinwand, die eine hervorragende Farbwiedergabe gewährleistet. Diese Leinwand zeigt die besten Ergebnisse in Verbindung mit Druckern und Tinten von Roland. Die Bearbeitung gestaltet sich sehr einfach, da das Material ausgesprochen flexibel ist.

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2. Lack und Prägungen drucken

Stellen Sie sich vor: Sie möchten ein Wort mit einer Schicht aus glänzendem Lack* betonen oder einen Teil des Designs auffallender gestalten, indem Sie ihm eine gewisse Höhe geben, sodass er dicker auf der Leinwand aufgebracht wird. Dann verwenden Sie die Farbe RDG_GLOSS in Ihrem Entwurf. Diese Farbe finden Sie in der Farbbibliothek namens „Roland VersaWorks“, die Sie in Illustrator zu Ihren Bibliotheken hinzufügen. 

Anschließend öffnen Sie die Datei in der VersaWorks-Software und stellen Sie die notwendigen Parameter ein.

  • Öffnen Sie die Datei.
  • Bei [Settings] klicken Sie auf [Quality].
  • Um das Relief zu drucken, wählen Sie bei [Media Type] „Special Effects“. Setzen Sie [Print Quality] auf „Standard“ und bei [Mode] wählen Sie „Gloss varnish“, „Matte varnish“ oder „Embossing“. Sie wählen „Embossing“, wenn Sie mehrere Lackschichten übereinander drucken möchten. So erhalten Sie eine leichte Erhöhung.
    Wenn Sie große Höhenunterschiede kreieren möchten, verwenden Sie die Funktion „Overprint“. (Siehe Punkt 3.)

 

gloss_matte_embossing.jpg

overprint_uv_printing_0.jpg

*Bei Leinwänden empfehlen wir, die Elemente, die Sie mit Lack drucken möchten, nicht zu klein zu machen. Die besten Effekte erreichen Sie, indem Sie größere Teile des Drucks mit einer Lackschicht versehen.

3. Relief drucken
 

  • Abbildung:

Stellen Sie sich vor: Sie haben eine Abbildung, die Sie als Relief drucken möchten, sodass Sie den Druck fühlen können und er gleichsam aus der Leinwand springt. Dafür brauchen Sie ein Bild, in dem die Höhe von jedem Teil des Bildes angegeben ist. Die Höhe der verschiedenen Teile variiert, um ein realistisches Relief zu erhalten.

Sie können dies selbst einstellen, indem Sie das Bild in Photoshop in Grauwerte umwandeln. Je schwärzer, desto höher wird dieser Teil sein. Je heller das Grau, desto weniger Lackschichten werden an dieser Stelle gedruckt. Diese Datei speichern Sie im eps-Format.

Anschließend öffnen Sie die Datei in Illustrator, wo Sie die Grauwerte in die Farbe RDG_GLOSS umwandeln. Dazu wählen Sie das Bild aus und ziehen Sie das Farbfeld RDG_GLOSS über das Bild.

  • Vektor:

Stellen Sie sich vor: Sie haben eine Vektordatei, die Sie als Relief drucken möchten. Dann stellen Sie die Höhen ein, indem Sie verschiedene Bilder erstellen, wobei jedes Bild die Daten enthält, die Sie in einer bestimmten Höhe drucken möchten. Für die CMYK-Daten erstellen Sie ein separates Bild.

Eine andere Möglichkeit ist, mit Prozentsätzen der Farbe RDG_GLOSS zu arbeiten. Die Teile, die Sie am höchsten drucken möchten, stellen Sie auf 100 % RDG_GLOSS ein. Für tiefer liegende Teile stellen Sie einen anderen Prozentsatz ein.

  • Drucken:

Anschließend öffnen Sie die Dateien in der VersaWorks-Software und stellen Sie die notwendigen Parameter ein.

Gehen Sie folgendermaßen vor, um ein Relief zu drucken:

  • Öffnen Sie die Datei.
  • Bei [Settings] klicken Sie auf [Quality].
  • Um das Relief zu drucken, wählen Sie bei [Media Type] „Special Effects“. Setzen Sie [Print Quality] auf „Standard“ und bei [Mode] wählen Sie „Matte varnish“.**
  • Bei [Printer Controls] wählen Sie „Use custom settings“ und wählen Sie die Anzahl der „Overprints“. Je mehr Schichten Sie übereinander drucken, desto mehr Relief erhalten Sie.
  • Wenn noch ein anderes Bild mit Grauwerten oder ein Farbbild darüber gedruckt wird, wählen Sie bei [Cut Controls] die Option „Return to Origin After Print“. (Siehe Punkt 4.)

 

return_to_origin_after_print.jpg

**Ein Relief wird erstellt, indem mehrere Schichten matten Lacks übereinander gedruckt werden. Darüber können Sie, wenn gewünscht, eine weitere Schicht aus glänzendem Lack drucken. Es wird nicht empfohlen, mehreren Schichten glänzenden Lacks übereinander zu drucken.
 

4. Farbe drucken

Wenn Sie einen bestimmten Teil Ihres Druckes mit einer Schicht aus glänzendem oder mattem Lack betonen möchten, drucken Sie das Bild zunächst in Farbe. Dann laden Sie den Druck erneut und drucken Sie nur die Lackschicht (wie in Punkt 2 angegeben).

Wenn Sie ein Relief drucken möchten, drucken Sie am besten zuerst die Lackschichten und drucken Sie die Farbe darüber. Auf diese Weise kommt die Farbe besser zur Geltung.

  • Öffnen Sie die Datei erneut und wählen Sie die CMYK-Werte (oder öffnen Sie die Datei mit den CMYK-Daten).
  • Bei [Settings] klicken Sie auf [Quality].
  • Bei [Media Type] wählen Sie das Profil „Generic“.

 

Dann drucken Sie das Farbbild wie bei einer Standard-Leinwand.

 

generic_profile_uv_print.jpg

Es ist möglich, mehrere Schichten einer Farbe übereinander zu drucken. Dies wird jedoch nicht empfohlen, da die Farbe dann stets dunkler wird. Dies ist möglich, wenn Sie beispielsweise Braille drucken. Dann können Sie mehrere Schichten schwarzer Tinte übereinander drucken.

 

Lesen Sie auch: Tipps beim Drucken auf Standard-Leinwänden

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